Wir Fotografen sind schockverliebt in unsere eigenen Bilder.
Du warst ja dabei. Du weisst, wer gelacht hat, wie das Licht war, was das für ein Tag war. Genau das macht es so schwer, das Bild so zu sehen, wie es jemand sieht, der davon nichts weiss.
Und wer sitzt neben dir und sagt dir ehrlich, was das Bild kann und was noch fehlt?
Deine Bilder sind gut.
Und genau das ist der gefährlichste Punkt.
Du lieferst sauber ab. Deine Kundinnen sind zufrieden, sie bezahlen, sie empfehlen dich weiter. Und genau deshalb schaut niemand mehr genau hin – du selbst am wenigsten.
Die Entwicklung, die in den ersten Jahren jede Woche spürbar war, wird flach. Irgendwann merkst du, dass du seit drei Jahren dieselben Bilder machst.
Bei mir hat sich das erst geändert, als jemand meine Bilder angeschaut hat. Da hing eine Aufnahme, die ich stark fand. Ein Jahr später bin ich an dieselbe Location zurück und habe sie nochmal gemacht – dieses Mal besser.
Meine Fotografie wäre niemals da, wo sie heute ist, hätte ich diesen Prozess nicht gemacht.
Jedes dieser Bilder ist so entstanden, weil mir vorher jemand ehrlich gesagt hat, was noch fehlt.
Wir schauen auf echte Aufnahmen, ich denke laut mit. Du siehst, woran ich es festmache.
Drei Sekunden entscheiden. Du siehst, was in dieser Zeit passiert.
Zehn Bilder, du tippst im Chat mit. Danach ziehe ich meines heraus und begründe es.
Eine Aufnahme von mir, die ich stark fand. Wir schauen an, woran es lag.
Wer weiss, woran ein Bild scheitert, sieht es schon durch den Sucher. Und eine erkennbare Handschrift rechtfertigt deine Preise.
Dein Name erscheint nirgends. Nur du weisst, dass es deine Bilder sind.
Hier wird niemand zerrissen. Benannt wird, was da ist – und was noch fehlt.
Jede Besprechung endet konkret: dieses Bild, dieser eine Punkt, an dem du weiterarbeitest.
Eines davon zeige ich dir an dem Abend – und woran es lag. Das gehört dazu.
Drei Portfolios kommen live auf den Tisch. Wer zuerst da ist, ist dabei. Zuschauen lohnt sich genauso: Was du an drei fremden Portfolios siehst, gilt für deine Bilder unverändert.
Jetzt anmelden„Ah Stefanie, ich fühle mich geehrt, dass meine Bilder gedruckt werden und dass sie angesehen werden wollen. Das finde ich total schön."
Julia · Mastermind„Durch Stefanies kritisches Auge durfte ich lernen, wie ich nicht nur gute, sondern richtig ausdrucksstarke Bilder kreiere. In der Schweiz war ich mit demselben Bild Siegerin in der Kategorie tierisch."
Sandra Brigger„Ihre ehrlichen, präzisen Rückmeldungen haben mir enorm geholfen, meine Arbeiten weiterzuentwickeln. Gleichzeitig habe ich gelernt, wie kraftvoll Wettbewerbsbilder für meine Kundinnen wirken."
Sonja RuckstuhlBeide Seiten des Tisches kenne ich aus eigener Arbeit. Als Fotografin habe ich international eingereicht, gewonnen und verloren. Ein ganzes Jahr lang kam kein einziges meiner Bilder über die Schwelle. Genau dieses Jahr hat meinen Blick verändert.
Heute sitze ich auf der anderen Seite. Meine Ausbildung zur Bildjurorin in England dauerte mehrere Jahre. Bei den finnischen Meisterschaften habe ich 900 Bilder beurteilt, bei den schwedischen 600, an einem Wochenende auch mal 340 am Stück. Wer so viele Bilder hintereinander sieht, entwickelt ein Gefühl dafür, was ein Bild in Sekunden trägt – und woran es liegt, wenn es das nicht tut.
Der Titel Master Qualified European Photographer ist die höchste Stufe der FEP, vergeben über ein Panel aus zwanzig Bildern. Ein Jahr Arbeit, in einer Sitzung beurteilt. Wer das durchlaufen hat, schaut danach anders auf die eigene Festplatte.
Meine eigene Fotografie wäre ohne diesen Prozess nie da, wo sie heute ist. Genau deshalb begleite ich Fotografinnen und Fotografen dabei, ihre eigenen Bilder wirklich lesen zu lernen.
Freitag, 18. September · 17:00 Uhr · 90 Minuten live · kostenlos
Nein. Viele schauen zu. Drei Portfolios kommen live auf den Tisch, alle anderen lernen an genau diesen drei mit.
Nach der Anmeldung bekommst du den Link, über den du zehn Bilder hochlädst. Die ersten drei vollständigen Einreichungen kommen dran.
Nur wenn du es möchtest. Beim Hochladen wählst du, ob dein Name genannt wird.
Ambitionierte Hobbyfotografen sind ausdrücklich eingeladen. Bilder lesen zu lernen wirkt bei jedem, der besser werden will – unabhängig davon, ob damit Geld verdient wird.
Nein. Wettbewerbe waren mein Weg, den Blick zu schulen. Was du an diesem Abend siehst, wirkt bei der Bildauswahl für Kundinnen genauso – und schon beim Fotografieren.
Ja, im Anschluss für 25 Franken beziehungsweise 25 Euro – zusammen mit meinen Evoto Starter Presets. Hier geht es zur Aufzeichnung. Live dabei zu sein bleibt kostenlos – und darum geht es an dem Abend: Du siehst die Bilder in dem Moment, in dem ich sie zum ersten Mal sehe, du tippst im Chat mit und kannst fragen. Wer sich diese Zeit nimmt, nimmt am meisten mit.
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